Spende aus erfolgreicher Fischdosen -Müllsammelaktion an NABU überreicht

Spendenübergabe NABU

Usedom. Mit der Kampagne „Lieber in die Büchse als in die See“ begegneten die Kaiserbäder auf Usedom zum Jahreswechsel 2019 dem Müllproblem am Strand auf kreative Weise. Müllbehälter in Gestalt überdimensionierter witzig gestalteter Fischdosen fungierten als Eyecatcher und motivierten die Silvester-Partygäste zum achtsamen Umgang mit ihrem Abfall. Gleichzeitig stellte der Eigenbetrieb für jedes Kilogramm der 2,4 Tonnen Müll 50 Cent als Spende für das Projekt „Meere ohne Plastik“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), in Aussicht. Gestern überreichten der Kurdirektor und der Bürgermeister der Kaiserbäder sowie Mit-Initiatoren der Aktion die Spende von 1.200 Euro an den NABU.

„Initialzündung für die Fischdosen-Idee waren Überlegungen, wie man der Müllberge Herr wird, die jedes Jahr durch die Silvesterknallerei verursacht werden“ erinnert sich Lars Petersen, Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Statt Container am Strand aufzustellen, wurden die Fischdosen gemeinsam mit den Mit-Initiatoren Ingbert Völker von der Eventfirma FXdeco, Claudia Pautz von „inselverliebt Usedom“ und Jan Kubea von Use-domer Fotografie entwickelt. „Es sind richtige Hingucker, die die Botschaft statt mit erhobenem Zeigefinger mit Augenzwinkern rüberbringen“.

Nils Möllmann vom NABU aus dem Projektbüro Meeresschutz in Stralsund nahm die Spende von 1.200 Euro hocherfreut entgegen: „Mit dieser unkonventionellen Verpackung ist es den Kaiserbädern gelungen, die Menschen über Verwunderung und Neugier zu motivieren, sich zu engagieren“. Die Spende soll in das Dachprojekt „Meere ohne Plastik“ einfließen. Mit den Geldern werden z. B. jedes Jahr zum Internationalen Küstenputztag, dem 3. Samstag im September, beachcleanup-Aktionen organisiert. Außerdem finanziert das Projekt ein Monitoring-Programm, bei dem an verschiedenen Monitoringstrecken in Mecklenburg-Vorpommern Müll gesammelt und ausgewertet wird.

„Die Fischdosen-Aktion ist ein schönes Beispiel, wie sich Marketing mit Küstenschutz verbinden lässt. Wir haben vier weitere Fischdosen in Auftrag geben, so dass zur Saison insgesamt acht dieser humorvollen Müllbehälter an den Stränden der Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zur Verfügung stehen werden, kündigt Kurdirektor Thomas Heilmann an.

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